Donezk und Charkow erwarten russische Friedenstruppen

Quelle Lupo Cattivo

 

In der Ostukraine brodelt es. In der Stadt Donezk wurde bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Demonstranten ein 22-Jähriger erstochen. Im ost-ukrainischen Charkow kamen bei einer Schießerei zwischen radikalen Gruppierungen zwei Menschen um.

Die Kolonne in Charkow, die sich die Straßen entlang erstreckte, trug eine Hundert Meter lange russische Flagge über sich. Vor dem russischen Konsulat schrien die Demonstranten „Russland! Russland“, „Krim, wir sind mit dir.“ Eine der Aktivisten der Kundgebung reichte beim Konsulat eine Botschaft im Namen der Volksversammlung von Charkiw ein. In der Botschaft wird Russland gebeten, die Rechte zu schützen und den Einwohnern von Charkiw die Freiheit zu garantieren. Den größten Enthusiasmus löste die Bitte aus, russische Friedenstruppen nach Charkiw und ins Gebiet Charkiw einmarschieren zu lassen.

Die Regierung in Kiew kontrolliert die Situation im Lande nicht, weswegen sich Moskau das Recht vorbehält, die Landsleute in der Ukraine in Schutz zu nehmen. Ausdrücklich wandte Putin sich dabei an die Deutschen, deren friedliche Wiedervereinigung in allererster Linie dem Einverständnis Russlands zu verdanken gewesen sei. „Ich bin sicher, dass Sie auch unsere Bestrebungen zur Wiederherstellung von Einheit verstehen werden.“

Fast jeder Tag hatten tausende Demonstranten in Donezk die Angliederung an Russland gefordert und bei der Kundgebung auf dem Lenin-Platz der Stadt „Referendum! Referendum!” skandiert. Jugendliche kletterten auf das Gebäude des Inlandsgeheimdienstes SBU, holten die ukrainische Flagge ein und hissten stattdessen eine Flagge mit den russischen Farben und der Aufschrift „Republik Donezk”.

Die ostukrainische Stahl- und Kohle-Industrie sei eng mit russischen Abnehmern verwoben. Und dies schon seit Sowjetzeiten. Einen freien Wettbewerb mit westlichen Unternehmen könnten die ukrainischen Betriebe nicht überleben. Alles starrt gebannt auf Kreml, wo Putin wieder etwas zurückzubuchstabieren scheint. Der Donbass ist nicht die Krim, hier hat Kiew noch etwas zu sagen. Der Gedanke, als Teil Russlands zu enden, hat auch für die judischen Gangster-Oligarchen des Landes wenig Charme. Auf die Konkurrenz Putins, seines Machtapparats und auf die russischen Oligarchen können sie verzichten, in Kiew haben sie es leichter.

Die nächsten Wochen sollen zeigen, worauf der „ukrainische Frühling“ hinausläuft. Mutiert die Ukraine zu einem Reservat der Russlandfeindlichkeit und einem Aufmarschgebiet der Nato oder kommt es zu einer Spaltung des Landes? 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s